06.08.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Atomare Abrüstung

Zum Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki: Imperiale Machtansprüche verhindern Reduzierung der Kernwaffen

Claus Schreer
Frieden mit Gerechtigkeit bedeutet, nach einer Welt ohne Atomwaffen zu streben – ganz gleich, wie weit dieser Traum entfernt sein mag.« Mit diesem Satz – den man gar nicht schöner sagen kann – präsentierte sich US-Präsident Barack Obama vor wenigen Wochen in Berlin wieder einmal als glühender Verfechter der atomaren Abrüstung. In seiner Rede am 19. Juni vor dem Brandenburger Tor kündigte er neue Schritte für Verhandlungen mit Rußland an. Amerika sei bereit, sagte Obama, die Anzahl seiner strategischen Sprengköpfe um ein Drittel zu reduzieren, denn die Sicherheit Amerikas und seiner Alliierten könne auch mit deutlich weniger Kernwaffen gesichert werden. In den Medien wurde dies als »weitreichender Abrüstungsvorschlag« gefeiert.

Im Klartext aber sagt Obama: An der weltweiten militärischen Überlegenheit der USA und der NATO wird sich dadurch nichts ändern. Genau das aber ist das Problem und einer der wesentlichen Gründe für die Blockade be...

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