05.08.2013 / Inland / Seite 8

»Plötzlich ist es Widerstand gegen die Polizei«

Junge Frauen klagen über Mißhandlungen in Weimarer Zelle – die Behörde dreht jetzt den Spieß um. Ein Gespräch mit Kristin Pietrzyk

Gitta Düperthal
Kristin Pietrzyk ist Rechtsanwältin in Jena

Am 19. April 2012 wurden vier junge Menschen nachts von der Polizei aufgegriffen und in die Polizeidirektion gebracht, wo es zu Gewalt und Erniedrigungen gekommen sein soll. Am 30. August müssen sich nun jedoch nicht etwa die Polizisten vor dem Amtsgericht Weimar verantworten – sondern eine Betroffene wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Was hat sich zugetragen?

In jener Nacht hat die Polizei zwei Männer und zwei Frauen festgenommen – letztere sind meine Mandantinnen. In Weimar soll es zuvor zu Sachbeschädigungen gekommen sein: Graffiti an Häuserwänden, auf die Fahrbahn geworfene Müllcontainer etc. In den Akten steht, die vier seien »bei Ermittlungen im Umfeld« festgenommen worden – warum genau, bleibt aber unklar. Meiner Kenntnis nach wird deswegen auch nicht mehr ermittelt. Plötzlich ist es jetzt angeblich Widerstand gegen die Polizei.

In welcher Weise hat die Polizei sie mißhandelt...


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