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03.08.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Oranje im Niedergang

Immobilienblase, Stagnation, hohe Arbeitslosigkeit, Überschuldung: Die Systemkrise erfaßt mit den Niederlanden das erste Kernland der Euro-Zone

Tomasz Konicz
Die niederländische Rechtsregierung gilt als einer der letzten europäischen Verbündeten Berlins. Das Kabinett um Premier Mark Rutte stützte bisher vorbehaltlos dessen Spardiktat in der Euro-Zone, während es zugleich selbst immer neue Kürzungsprogramme auflegte, um die EU-Haushaltsauflagen zu erfüllen. So sollen nach der Sommerpause erneut Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Umfang von rund sechs Milliarden Euro wirksam werden.

Der »Spareifer« in Den Haag kann kaum darüber hinwegtäuschen, daß sich die Niederlande mit einer ausgewachsenen Schuldenkrise konfrontiert sehen, deren Dimension sogar die Südeuropas in den Schatten stellt. Damit scheint das erste Kernland der Euro-Zone vor ähnlichen Verwerfungen zu stehen, wie jenen, die bislang Südeuropa verheerten.

Deutschlands westlicher Nachbar weist die höchste private Verschuldungsrate Europas auf, die inzwischen bei 250 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt. Zum Vergleich: Die Verbindlichkeit...



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