26.07.2013 / Thema / Seite 10

Umkämpfter Breitengrad

Geschichte. Am 27. Juli 1953 wurde im Koreakrieg ein Waffenstillstandsabkommen ­geschlossen. Von da an bauten die USA ein dichtes Netz von Militärbasen auf, um weltweit gegen den sowjetischen Einfluß vorgehen zu können

Rainer Werning
Sehnlichst hatten die Koreaner gehofft, das Ende des Zweiten Weltkrieges werde ihnen nach 36jähriger unmittelbarer japanischer Kolonialherrschaft (1910–1945) endlich Freiheit bescheren. Doch bereits vor Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde durch Japan am 2. September 1945 hatten sich die Siegermächte USA und Sowjetunion darauf verständigt, Korea entlang des 38. Breitengrads in zwei Besatzungszonen aufzuteilen. Das Land sollte von ihnen zumindest fünf Jahre lang treuhänderisch verwaltet werden. Nördlich dieser Grenzlinie hatte die Rote Armee das Sagen und protegierte den anti­japanischen Partisanenverband des späteren Präsidenten Kim Il Sung. Südlich davon kontrollierten die USA das politische Geschehen. Washington verhalf dort dem eigens aus US-amerikanischem Exil nach Seoul eingeflogenen Rhee Syngman zur Macht – entgegen dem Willen der damals überall in Korea erstmals entstandenen Volkskomitees. Diese waren Ausdruck einer breiten Massenbew...

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