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23.07.2013 / Ausland / Seite 6

Mönche machen mobil

Myanmar: Buddhistische Kleriker sammeln Unterschriften gegen Mischehen. Tausende Muslime fliehen

Thomas Berger
In Myanmar haben 2,5 Millionen Einwohner für eine Gesetzesinitiative gegen interreligiöse Ehen unterschrieben. Die von radikalen buddhistischen Mönchen getragene Kampagne ist in dem 60-Millionen-Einwohner-Land explizit gegen die muslimische Minderheit der als staatenlos eingestuften Rohingya gerichtet. Die Unterschriftenlisten, die derzeit in einem Kloster der Wirtschaftsmetropole Rangun gesammelt werden, sollen demnächst dem Parlament übergeben werden. Der Mönch U Wirathu, eine der Schlüsselfiguren hinter der Petition, zeigte sich gegenüber dem Exilmagazin The Irrawaddy »sehr zufrieden« mit dem Ergebnis. »Wenn wir ein Referendum dazu abhalten würden, hätten wir sogar noch mehr Zulauf«, gab sich der Geistliche, der schon mehrfach durch Haßbotschaften gegen Rohingya auffiel, überzeugt.

U Wirathu und andere Vertreter des buddhistischen Klerus rechtfertigen direkt oder indirekt auch die antimuslimischen Ausschreitungen, die seit dem Frühjahr 2012 insbesonde...

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