22.07.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kampf gegen Armut?

Disziplinierung statt gesellschaftlicher Veränderungen: Die Entwicklungsökonomin Esther Duflo hat nach »Poor Economics« ein weiteres Buch zum Thema geschrieben

Gerhard Klas
Esther Duflo hat es wieder getan. Die französische Entwicklungsökonomin und Hochschullehrerin am renommierten Massachusetts Institute of Technologie (MIT) in den USA hat ein weiteres Buch geschrieben. Die 40jährige gilt als Anwärterin auf den Wirtschaftsnobelpreis, und US-Präsident Barack Obama will sie in seinen Beraterstab für globale Entwicklung berufen. In ihrem neuesten Werk »Kampf gegen die Armut« wandte sie im wesentlichen Vergleichsstudien, wie man sie aus der Medizin kennt, auf die Armutsforschung an: »Wir leben nicht mehr im Mittelalter, sondern im 21. Jahrhundert. Und schon im 20. Jahrhundert haben diese Vergleichsstudien die Medizin revolutioniert, indem sie uns ermöglicht haben, zwischen Arzneien zu unterscheiden, die wirken und jenen, die nicht wirken.« Nicht zuletzt diese Methode hat Duflo zu einer der meistzitierten Ökonominnen der Gegenwart gemacht. »Diese Studien kann man auch für die Sozialpolitik anwenden, diese den gleichen, rigorosen...

Artikel-Länge: 5450 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe