Gegründet 1947 Dienstag, 23. Juli 2019, Nr. 168
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20.07.2013 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Sie wollen den autoritären Staat«

Gespräch mit Helmut Kellershohn. Über die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit, den ­»faschistischen Stil« und die Chancen des Jungkonservatismus in der Wirtschaftskrise

Thomas Wagner
Helmut Kellershohn (geb. 1949) arbeitete als Lehrer an einem Gymnasium in Moers. Er ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und publizierte zahlreiche Aufsätze zur extremen Rechten, zum Neokonservatismus und zum völkischen Nationalismus. Zur Zeit arbeitet Kellershohn an einem Buch über den Jungkonservatismus.

Vor fast 20 Jahren haben Sie das erste Buch über die Junge Freiheit herausgegeben. Wie kam es dazu?

Eher zufällig. Wir hatten die ersten Jahrgänge der Zeitung im Archiv des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung gesammelt. 1994 stand plötzlich an, daß sie künftig als Wochenzeitung erscheinen sollte. Da wurde sie für uns interessant. Uns reizte aber auch der intellektuelle Anspruch, der sie von anderen Publikationen aus der rechten Ecke unterschied. Die Zeitung versucht, in die Mitte der Gesellschaft hinein zu wirken und die Diskurse auf diese Weise Schritt für Schritt nach rec...

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