20.07.2013 / Feuilleton / Seite 13

Digitale Selbstverteidigung

Schutz der Privatsphäre im Netz: Die Sicherheitsmechanismen müssen nutzerfreundlich werden

Ruben Wickenhäuser
»Wir haben den Krieg verloren«: So lautet die Kernthese eines Artikels, den ein Experte für Netzsicherheit im März 2013 auf der Internetplattform des US-Fernsehsenders CNN veröffentlichte. Im Lichte der Enthüllungen über die NSA-Überwachung erscheint Bruce Schneiers Beitrag aktueller denn je. Anonymität im Internet sei unmöglich geworden. Selbst die Geliebte eines Direktors der CIA habe durch Überwachungsdaten ermittelt werden können. Zu viele Firmen tauschten mittlerweile Kundendaten untereinander aus. Zu viele Daten, jedes Stück für sich nichtssagend, ließen durch einfaches Addieren und Vergleichen eine Wolke mit dem Antlitz des Nutzers entstehen: Das Internet sei ein computergestütztes Phänomen, Computertechnologie nichts anderes als angewandte Mathematik, und die könne nicht getäuscht werden.

Schneier hat mit seinen Ausführungen sicherlich recht. Aber es besteht die Gefahr, daß er dadurch Fatalismus schürt: Wenn es so schlimm steht, kann man sich ohn...

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