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19.07.2013 / Feminismus / Seite 15

»Speerspitze im Kampf um Demokratie«

Sudan: Frauen überall dort, wo protestiert wird. Staat reagiert mit Festnahmen und Repressalien

Reem Abbas, IPS
Im Sudan nimmt die Regierung in dem Bemühen, kritische Stimmen mundtot zu machen, zunehmend auch Frauen ins Visier. Die Anwältin Asma Ahmed, Mitglied der verbotenen Sudanesischen Volksbefreiungsfront – Nord (SPLM–N), kam am 14. Juni nach fünf Wochen Haft auf freien Fuß. Ihrer Meinung nach geht die Regierung verstärkt gegen Frauen vor, weil deren politisches und soziales Engagement zunimmt. Sie selbst wurde vom Nationalen Geheimdienst (NISS) zu einem Verhör in der Hauptstadt Khartum vorgeladen und direkt danach inhaftiert. Die SPLM–N war 2011 verboten worden, nachdem sie sich gegen die Regierungstruppen in den Bundesstaaten Süd-Kordofan und Blauer Nil erhoben hatte.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) kritisiert, das Nationale Sicherheitsgesetz von 2010 statte Polizei und Militär mit weitreichenden Vollmachten aus. Folter und andere Mißhandlungen seien nach wie vor verbreitet. Als bisheriger Höhepunkt staatlicher Ei...

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