11.07.2013 / Ausland / Seite 6

Schwierige Versorgung

Galoppierende Inflation im dritten »Kriegsramadan« in Syrien

Karin Leukefeld, Damaskus
Mit Beginn des Fastenmonats Ramadan gehört es für Händler und Kaufleute in Syrien fast schon zur Tradition, die Preise zu erhöhen. Beim abendlichen Iftar, dem Fastenbrechen nach Sonnenuntergang, haben die Menschen bisher mehr Geld als üblich ausgegeben, um sich und der Familie mit einer besonderen Speise oder einem Restaurantbesuch eine Freude zu machen. Doch im dritten »Kriegsramadan« wie die Syrer sagen, können sie froh sein, sich überhaupt noch Essen leisten zu können.

Seit Anfang des Jahres hat eine galoppierende Inflation das Land im eisernen Griff. Der Preis des US-Dollars, der vor dem Krieg bei etwa 60 Syrischen Pfund (SYP) lag, klettert inzwischen fast täglich weiter in die Höhe. Anfang 2013 kostete der USD 85 SYP, Ende Juni waren es bereits 190 SYP. Zu Beginn des Ramadans ist er auf 270 SYP gestiegen, mancherorts spricht man schon von über 300 SYP. »Entweder spielt jemand hier mit unserem Geld«, sagt der Geschichtsprofessor Dr. George Jabbour ge...

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