10.07.2013 / Antifa / Seite 15

»Deutsches Schutzgebiet«

Mit einem Kneipen-Netzwerk haben sich Neonazis aus NPD und »Kameradschaften« in Berlin vernetzt. Doch der braune Ungeist ist nicht mehr überall wohlgelitten

Martin Peters
Die enge Zusammenarbeit der NPD mit den als »freie Kräfte« bezeichneten Zusammenschlüssen von Neonazis hat den vor einigen Jahren noch strauchelnden Berliner Landesverband der neofaschistischen Partei gestärkt. Auch wenn das militante, meist jüngere Neonazispektrum wenig Sitzfleisch und Liebe für parteiinterne Strukturaufgaben an den Tag legt, so ist derzeit kaum eine Aktion der »Nationaldemokraten« im Raum Berlin ohne sie denkbar.

Von einer derartigen Frischzellenkur können die wenigen noch aktiven Bezirksverbände der Partei nur träumen. Die NPD-Reinickendorf/Mitte machte hingegen aus der Not des Nachwuchsmangels und der Überalterung ihrer Mitgliedschaft eine Tugend. Die dünne Personaldecke sowie das gehobene Alter und das zumeist bürgerliche Auftreten ermöglichte es den Rechten seit mindestens sechs Jahren, ein Netzwerk aus Kneipen aufzubauen, das ihnen die Durchführung von Veranstaltungen ermöglicht. Maßgeblicher Organisator der Zusammenkünfte ist Tib...

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