09.07.2013 / Ausland / Seite 7

Asylparadies für Terroristen

USA ignorieren seit Jahrzehnten Auslieferungsanträge für verurteilte Mörder und Attentäter

Volker Hermsdorf
Der ehemalige kubanische Aufklärer René Gonzáles hat am Wochenende vor der kubanischen Nationalversammlung in Havanna die »Verlogenheit und Doppelmoral« der US-Regierung in der Auseinandersetzung um Terror und Asyl angeprangert. Während die USA mit illegalen Methoden versuchten, die Asylzusage souveräner Staaten für den früheren Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden zu kriminalisieren, lebten zur gleichen Zeit eine Reihe international gesuchter Terroristen unbehelligt zwischen Alaska und Florida. Gonzáles war zusammen mit vier Mitstreitern in einem von internationalen Beobachtern als unfair kritisierten Prozeß im Jahr 2001 zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden, weil sie Terrorpläne exilkubanischer Contras ausgekundschaftet und den US-Behörden gemeldet hatten. Im April konnte er nach 13jähriger Haft und weiteren 18 Monaten Zwangsaufenthalt in den USA nach Kuba zurückkehren. Die restlichen vier der Cuban Five sitzen noch immer in Haft. Viele S...

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