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04.07.2013 / Ansichten / Seite 8

Gnadenlos vorgeführt

17 Tote bei US-Drohnenangriff

Knut Mellenthin
US-Präsident Barack Obama hat am Mittwoch im pakistanischen Bezirk Nordwasiristan mindestens 17 Menschen töten lassen. Es war der dritte Drohnenangriff, seit Nawaz Sharif am 11. Mai zum pakistanischen Regierungschef gewählt wurde und der zweite seit seiner Vereidigung am 5. Juni. Der Vorsitzende der nationalistisch-konservativen Muslimliga-N hatte als Oppositionsführer der bisher regierenden Volkspartei immer wieder vorgeworfen, sie handle nicht energisch genug, um Pakistan vor diesen Attacken zu schützen. Jetzt wird Sharif von Obama gnadenlos als opportunistischer Schwätzer vorgeführt, der zwar nach jedem Angriff seine Proteste mit der Monotonie eines Anrufbeantworters wortwörtlich wiederholen läßt, aber vor jeder praktischen Konsequenz zurückschreckt.

Bei den drei Drohnenschlägen, die der US-Präsident seit der pakistanischen Parlamentswahl durchführen ließ, starben insgesamt mindestens 32 Menschen. Nur ein einziger von ihnen galt als bedeutender Komman...

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