02.07.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Hetze und bizarre Thesen

Extrem rechte Vorstellungen sind im geistigen Leben Ungarns bereits weit verbreitet

Simon Loidl
In Ungarn begleiten rechtsextreme Umtriebe an den Universitäten den Umbau des Hochschulsystems. Im Frühjahr 2013 erreichten rechte Attacken auf Lehrende und Studierende einen neuen Höhepunkt. Mitte März hatten Studenten an den Büros mehrere Professoren an der Loránd-Eötvös-Universität antisemitische Aufkleber angebracht. Eine der Betroffenen war damals die weit über Ungarn hinaus bekannte liberale Philosophin und Holocaust-Überlebende Ágnes Heller. Nur wenige Wochen zuvor war bekanntgeworden, daß die der rechtsextremen Jobbik-Partei nahestehende Studentenorganisation HÖK Listen angelegt hatte, in denen Anmerkungen über politische Gesinnung, religiösen und ethnischen Hintergrund oder Aussehen der betreffenden Personen gemacht wurden. Diese Listen wurden von HÖK-Aktivisten während der großen Studentenproteste, die in diesen Wochen stattfanden, an die Polizei weitergeleitet, wie die Onlinezeitung Pester Lloyd berichtete.

Zwischen Herbst 2012 und Frühjahr 20...

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