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01.07.2013 / Thema / Seite 10

Das »System Volkswagen«

Hintergrund. 75 Jahre Wolfsburg: Mit ­geraubtem Gewerkschaftsvermögen wird 1938 eine Autofirma gegründet. Nach 1945 wird das Staatsunternehmen Zug um Zug privatisiert. Eine »Betriebsgemeinschaft« sorgt bis heute für brave Gewerkschaften

Stephan Krull
Ohne Volkswagen keine Stadt Wolfsburg. Darum spielt das Unternehmen bei den Feierlichkeiten zur 75. Wiederkehr der Gründung der »Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben«, wie der Ort in der Verordnung des Regierungsbezirks Lüneburg vom 1. Juli 1938 heißt, eine besondere Rolle.

Die Volkswagen AG will aus der Krise heraus weltgrößter Autohersteller werden – selbstverständlich zu Lasten der Konkurrenz. Es werden neue Fabriken in China, Indien, Osteuropa und Lateinamerika gebaut. Die Kriegskassen von VW sind dank hoher Profite und geringer Lohnerhöhung randvoll und können z. B. für die feindliche Übernahme anderer Firmen verwendet werden. Die Vernichtung Tausender Arbeitsplätze, deren Verlust ebenso selbstverständlich »bedauert« wird, ist dann nur ein »Kollateralschaden«.

Fette Geburtstagsparty, schicke Autos, zufriedene Beschäftigte – wer denkt da an Zwangsarbeit und KZ-Sklaven? Brav gratuliert Ministerpräsident Stephan Weil (SPD): Wolfsburg sei ...



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