26.06.2013 / Feuilleton / Seite 13

Bespitzelung eines Schriftstellers

FBI veröffentlicht Dossier über Carlos Fuentes

Volker Hermsdorf
Der mexikanische Schriftsteller Carlos Fuentes (1928–2012) ist mehr als zwei Jahrzehnte lang vom FBI überwacht worden. In den 60er Jahren geriet Fuentes, der als Sohn eines Diplomaten in den USA aufgewachsen war, ins Visier der dortigen Behörden. Sie sahen in ihm »den führenden kommunistischen Schriftsteller Mexikos« mit Verbindungen zum Untergrund und Sympathien für Fidel Castro. Das Ausmaß der Bespitzelung macht ein 170seitiges Dossier deutlich, das vom FBI jetzt auf Verlangen der Agentur »NYCity News Service« veröffentlicht wurde. Der »Freedom of Information Act« verpflichtet die Behörde nach dem Tod einer observierten Person zur Offenlegung der betreffenden Akten.

Mehrere Visaanträge des Schriftstellers wurden demnach in den 60ern mit der Begründung abgelehnt, er sei als Mitglied der KP Mexikos ein Sicherheitsrisiko. Zehn Jahre später durfte er dann in die USA einreisen. Ausschlaggebend war, daß er 1971 eine Protestresolution gegen den Umgang ...

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