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22.06.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir wollen Freiheit«

Aus den Massenprotesten gegen die Erdogan-Regierung könnte eine neue starke Oppositionsbewegung werden. Ein Gespräch mit Ertugrul Kürkcü

Thomas Eipeldauer
Der türkische Sozialist Ertugrul Kürkcü (65) ist Abgeordneter der prokurdischen Partei BDP (Baris ve Demokrasi Partisi – Partei für Frieden und Demokratie) in der Türkischen Nationalversammlung

Wer auf dem Taksim- Platz in Istanbul mit den Menschen über ihre Gründe für den Protest gesprochen hat, bekam eine Vielzahl an Erklärungen: Einige waren gegen das von der AKP-Regierung angeordnete Alkoholverbot, andere gegen die Bauvorhaben rund um den Gezi-Park, wieder andere gegen den Kapitalismus im allgemeinen. Was sind die verbreitetsten Gründe des Aufstands?

Wenn ich es in einem Wort zusammenfassen müßte, dann wäre dieses Wort Freiheit. Jeder Grund beinhaltet die Ablehnung des gegenwärtigen Zustandes in der Türkei: Ob das der Widerstand gegen neoliberale Politik, gegen das Verbot von Alkohol oder die Umstrukturierung des Taksim-Platzes ist. All das läuft auf eine Ablehnung der AKP-Regierung in Ankara und der lokalen Verwaltungen hinaus.

Viele Menschen ...


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