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21.06.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Spaß und Kommerz

In Berlin finden am Sonnabend zum »Christopher Street Day« gleich zwei Paraden statt. Auf Kritik von linken Lesben und Schwulen stoßen mittlerweile beide

Markus Bernhardt
Zehntausende Lesben, Schwule, Trans- und Bisexuelle werden am Sonnabend anläßlich des »Christopher Street Day« (CSD) die Straßen Berlins erneut in ein buntes Treiben verwandeln. Der CSD geht ursprünglich zurück auf das Aufbegehren sogenannter sexueller Minderheiten im Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street. Damals setzten sich Lesben, Schwule, Transvestiten und Prostituierte erstmalig militant gegen eine Serie brutaler Polizeiübergriffe und Razzien zur Wehr.

Während die bundesdeutschen CSD-Demonstrationen in den 1980er Jahren noch von linken Lesben und Schwulen organisiert wurden und dementsprechend kämpferisch ausgelegt waren, dominieren heutzutage mehrheitlich karnevalesk anmutende Massenveranstaltungen das öffentliche Bild des CSD.

Im Gegensatz zu anderen Städten gibt es in Berlin gleich zwei meist am gleichen Tag stattfindende CSD-Paraden, die für sich reklamieren, die Forderungen der schwul-lesbischen Community zu vertreten. Neben dem ofmal...



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