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18.06.2013 / Ansichten / Seite 8

Kein großer Erfolg

Anti-DDR-Erinnerungsrituale

Arnold Schölzel
Nach dem Anschluß der DDR verschwand der gesetzliche Feiertag 17. Juni. Es gab Genörgel, aber das Bonner Establishment hatte nun etwas Besseres, seinen Tag des Sieges. Die Festlegung des Datums entsprang einer Behördenlaune, seitdem haben die Bundesbürger am 3. Oktober frei. Die Zahl derjenigen, die den Grund dafür kennen, wird mit jährlichen Bratwurstfesten, Bonzenritualen und antikommunistischen Veits­tänzen der Medien etwas über Null gehalten. Das war beim 17. Juni seinerzeit ähnlich. Als Kanzler Adenauer ihn 1954 zum Nationalfeiertag machte, nahm dem Rhöndorfer niemand ab, daß der mit »deutscher Einheit« etwas am Hut hatte. Der fromme Herr vom Jahrgang 1876 hatte noch vor Gründung der Bundesrepublik Kurs auf die Wiederbewaffnung mit Hilfe von Nazi-Generalstäblern genommen und die Spaltung in Ost- und Westdeutschland durch die Währungsreform besiegelt – eine ebenso lächerlich-verlogene wie gefährliche Figur. Adenauer steht für die menschenveracht...

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