15.06.2013 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Wut über kalte Maschinerie

Im brandenburgischen Eisenhüttenstadt ­protestierten Flüchtlinge gegen Lager und Residenzpflicht. Fotoreportage von Andreas Domma

Jana Frielinghaus
Die Zentrale Ausländerbehörde (ZABH) Brandenburgs hat ihren Sitz in der Stahlstadt Eisenhüttenstadt im Südosten des Landes, nahe der polnischen Grenze. Hier, am südlichen Stadtrand, befindet sich auch die sogenannte Zentrale Erstaufnahmestelle für Asylsuchende (ZAST). Das klingt tröstlich – nach Ankommen, nach Rettung. Die Realität steht in hartem Kontrast zu solchen Assoziationen. Flüchtlinge, die hier »Aufnahme« finden, wohnen in Baracken und eingeschossigen Containerbauten, getrennt von der »Normalbevölkerung«. Und dann gibt es hier noch den Abschiebeknast, umgeben von einem drei Meter hohen Zaun, obendrauf NATO-Draht. Endstation vor der Abschiebung ins Herkunftsland oder in den »sicheren Drittstaat«, über den der oder die Betreffende nach Deutschland gekommen ist. Die Ansiedlung der ZAST in der Nähe des städtischen Tiergeheges erscheint symptomatisch für den Umgang deutscher Behörden – und der Gesellschaft – mit jenen, die hier Schut...

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