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11.06.2013 / Inland / Seite 5

Naive Mordhelfer?

Die Aussage des mutmaßlichen NSU-Helfers Carsten S. könnte heute vor Gericht zerpflückt ­werden. In Bayerns Landtag werden CSU-Politiker befragt

Claudia Wangerin, München
Kann eine Waffenbeschaffungsaktion für untergetauchte Neonazis so im Alltag eines 19jährigen untergehen, daß er mit Anfang 30 nicht mehr weiß, was er sich dabei dachte? »Schlicht nicht vorstellbar«, meint Nebenklageanwalt Alexander Kienzle zu den Einlassungen des Angeklagten Carsten S. im Prozeß um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU). Kienzles Mandant Ismail Yozgat verlor 2006 in Kassel seinen Sohn. Carsten S. wird Beihilfe zu diesem und acht weiteren Morden vorgeworfen, weil er für die mutmaßlichen Haupttäter eine Ceska 83 besorgte – mit einem Schalldämpfer, der angeblich gar nicht bestellt war. Es muß Ende 1999 oder Anfang 2000 gewesen sein. Für den 1980 geborenen Angeklagten kommt daher noch das Jugendstrafrecht in Betracht. Seine Befragung wurde vergangenen Mittwoch wegen Abwesenheit seines Gutachters unterbrochen. Heute will er sich vor dem Oberlandesgericht München den Fragen von Bundesanwaltschaft, Neb...

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