18.10.1997 / Thema / Seite 0

Jordanien am Scheideweg

König Hussein gerät unter Druck durch die Opposition

Peter Schäfer

Seit der Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen Israel und Jordanien 1994, der den 36jährigen Kriegszustand zwischen den beiden Ländern beendete, gilt König Hussein als Mann des Friedens. Neben außenpolitischer Anerkennung zog dieser Vertrag auch dringend benötigte ausländische Investitionen in das Land östlich des Jordan, das seitdem einen kleinen Witschaftsboom erlebt.

Am 4. November finden in Jordanien Parlamentswahlen statt. Diese werden von fünf religiösen bzw. linken Parteien und vor allem von der einflußreichen Muslimbruderschaft boykottiert. Sie bezeichnen die Wahlen als »undemokratisch«, fordern die Rücknahme bestimmter Gesetze und prangern die Normalisierung der Beziehungen zu Israel an. Der Wahlboykott ist Thema Nr. 1 in Jordanien, gerade weil die Erfüllung der Boykottforderungen auch schwerwiegende außenpolitische Veränderungen nach sich ziehen würde. Die politischen Parteien fordern nach Jahrzehnten des Verbots die Demokratisierung...

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