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01.06.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Merkels Punktsieg

Französischer Präsident rang der Kanzlerin bei den deutsch-französischen Konsultationen nur symbolische Zugeständnisse ab

Tomasz Konicz
Es gibt Mißtöne zwischen Berlin und Paris. Je näher das jüngste »Arbeitstreffen« zwischen Bundeskanzlerin und Staatspräsident rückte, desto schriller fielen sie aus. Nachdem François Hollande sich eine Einmischung Brüssels in die eigene Politik nachdrücklich verbeten hatte und der EU-Kommission bescheinigte, sie habe »uns nicht zu diktieren, was wir zu machen haben«, reagierten deutsche Unionspolitiker giftig. Unionsvizefraktionschef Michael Fuchs fand Hollandes Äußerungen »besorgniserregend«. Laut CDU-Parlamentarier Michael Meister sei der Kommission gerade die »Nachsicht« vorzuwerfen, die sie gegenüber Frankreich geübt habe, indem sie dem Land mehr Zeit zur Haushaltssanierung einräumte. Haushaltsexperte Norbert Barthle verstieg sich zur Drohung: »Man sieht sich immer zweimal im Leben. Noch einmal wird Frankreich nicht mit Nachsicht rechnen können.«

Keine guten Voraussetzungen, um den Gesprächsfaden zwischen Hollande und Merkel wieder aufzunehmen. Bei d...

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