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28.05.2013 / Feuilleton / Seite 12

Nur das Seichte war ihm nichts

Henning Rischbieter hat die westdeutsche Theaterkritik der 70er und 80er Jahre zu dem gemacht, was sie war. Ein Nachruf

Gisela Sonnenburg
Henning Rischbieter hatte, mit Verlaub, eine richtige »Theaterfresse«; schnoddriger Charme und eine gewisse Respektlosigkeit garantierten die Wirksamkeit seiner Auftritte. Und man kann es drehen und wenden, wie man will: Er hat die westdeutsche Theaterkritik der 70er und 80er Jahre zu dem gemacht, was sie war, nämlich konstruktiv und mit linker Sexiness gesegnet, die sich bei Rischbieter aus früher Reue und spätem Rebellentum ergab.

Geboren 1927 in Hannover als Sohn eines Handwerkers, wurde er mit dem »letzten Aufgebot« noch in den Zweiten Weltkrieg gehetzt. Er war 18 Jahre jung. In den letzten Kampfhandlungen wurde sein linker Arm abgerissen. Rischbieter lamentierte nicht, nahm es als Strafe. Er war nicht nur fürs Rechthaben, sondern auch fürs Einsehen. Zunächst wurde er Lehrer für Deutsch und Geschichte, dann Redakteur und Geschäftsführer der Theaterbesucherzeitschrift Die Volksbühne. Er geriet in den Sog dieser Kunst, gründete 1960 mit Erhard Friedric...

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