25.05.2013 / Inland / Seite 4

Ungemach aus dem Briefkuvert

Hamburg: Studenten der Hochschule für bildende Künste müssen nach Gebührenboykott nachzahlen. AStA fordert vom Senat einzugreifen

Marion Meyer
Studiengebühren in Hamburg gibt es seit dem Ende des Sommersemesters 2012 nicht mehr. Der SPD-Senat hatte im April 2011 entschieden, sie zum Oktober 2012 abzuschaffen. Die Studenten der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) werden allerdings trotzdem zur Kasse gebeten. Nachträglich. Denn sie haben jahrelang die Entrichtung der Gebühr boykottiert.

Als der damalige CDU-Senat sie zum Sommersemester 2007 eingeführt hatte, kam es an allen öffentlichen Hamburger Hochschulen zu einem Boykott. Allein an der Universität beteiligten sich zunächst 11000 Studenten. Wegen drohender Exmatrikulationen verlief die organisierte Zahlungsverweigerung mehr und mehr im Sande. Außer an der HfbK. Noch 2009, nachdem die neue CDU-GAL-Koalition die sogenannten nachgelagerten Studiengebühren eingeführt hatte, boykottierten rund 60 Prozent der Kunststudenten.

Dies geht aus dem Jahresbericht 2013 des Hamburger Rechnungshofes hervor. Darin heißt es: »Die Hamburger Hochschule...



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