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24.05.2013 / Feuilleton / Seite 13

Kampf für Freiheit

Musik »for the people« und für den Stolz, dem System zu ­trotzen: »Prisoner of Conscious« von Talib Kweli

Joshua Groß
Die Musikindustrie geht selbstverständlich mit der Zeit. Darauf war sie immer stolz. Heute bedeutet das zumeist, schnell konsumierbare Plastik-Songs zu produzieren, Instant-Hits, deren Halbwertzeit nur minimal länger ist als die von Zuckerwatte. Vor allem der massentaugliche, US-amerikanische HipHop zelebriert oft oberflächliche Verschwendungssucht. Seit HipHop in den 90er Jahren Mainstream wurde, wird Rap nicht mehr nur als die Stimme der sozial Unterdrückten zelebriert, sondern auch als Medium von neureichen Emporkömmlingen. Wer sich allerdings aus ärmlichen Verhältnissen gekämpft hat, gefällt sich verständlicherweise in der Stilisierung des sorgenfreien Lebens.

Talib Kweli war von Beginn an anders. Er wurde bekannt für seinen Tiefgang, für seine reflektierte Sozialkritik und sein politisches Anliegen. Die ersten Alben, »Blackstar« (mit Mos Def, 1998) und »Train of Thought« (mit Hi-Tek, 2000) sind unbestreitbare Klassiker des Genres und definierten den...

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