14.05.2013 / Inland / Seite 8

»Wichtigste Tradition ist die Sicherung des Friedens«

Ehemalige DDR-Soldaten wollen auch weiter uniformiert an Gedenkfeiern teilnehmen. Ein Gespräch mit Jürgen Meller

Peter Wolter

Bürgerliche Medien regen sich darüber auf, daß ehemalige Angehörige der DDR-Streitkräfte im Gedenken an die Befreiung vom Faschismus am 9. Mai am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow in Uniform posiert haben. Warum die Erregung – ist das nicht schon länger üblich?

Genau gesagt, war es jetzt das dritte Mal; es nehmen immer mehr Ehemalige an solchen Ehrungen teil. Die Gäste sind jedenfalls zunehmend von unseren Auftritten begeistert, mitunter gibt es Szenenapplaus. An diesem 9. Mai haben an der Ehrung übrigens auch Veteranenverbände und Organisationen aus der ehemaligen Sowjetunion teilgenommen. Wir begrüßen uns natürlich militärisch.

Den Medien ist zu entnehmen, daß die Polizei jetzt gegen die Exsoldaten, die dort in DDR-Uniformen angetreten sind, wegen Verstoßes gegen das Versammlungs- und das Waffengesetz ermittelt. Wie stehen Sie dazu?

Das ist ausgemachter Blödsinn. Seit Jahren halten wir es so, daß wir solche Auftritte rechtzeitig bei den zust...

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