13.05.2013 / Feuilleton / Seite 13

Wandel durch Annäherung

Wem der sogenannte Extremismus am Herzen liegt: Eine Untersuchung der »Andi«-Comics des Verfassungsschutzes

Markus Mohr
Im April 2006 freute sich der Comic-Zeichner Peter Schaaff in einem Gespräch mit der Rheinischen Post über einen Erfolg: Im Auftrag des Verfassungsschutzes NRW hatte er nach Vorgaben des dort beschäftigten Politikwisenschaftlers Thomas Grumke den sogenannten Andi-Comic gegen Rechtsradikalismus gezeichnet. Schaaff erschien »die Wirkung sehr stark« zu sein, ja, er sah sich zu diesem Zeitpunkt bereits als »meist gelesener deutscher Comiczeichner«. Der Auftrag vom Verfassungschutz sei für ihn »ein Glücksfall« gewesen, »finanziell und inhaltlich«.

Gegenüber der Zeitung hob Schaaff hervor, daß er genau wisse, wie das so laufe »mit den Neonazis, Skins und Hooligans«. Schließlich habe er doch in den »heftigen Zeiten« der Jahre 1985 bis 1993 im autonom-antiimperialistischen Wohnprojekt Kiefernstraße in Düsseldorf gewohnt. Die Arbeit am Andi-Comic sei ihm daher leicht gefallen: »Etwas gegen Rechtsextreme zu unternehmen, lag mir immer schon am Herzen«. Auch tat er ...

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