11.05.2013 / Inland / Seite 2

»Ich werde wohl keine Einsicht bekommen«

BfV spitzelte auch in der DDR. Akten über ihren Ex-Ministerpräsidenten bleiben unter Verschluß. Ein Gespräch mit Hans Modrow

Peter Wolter
Hans Modrow war vom 13. November 1989 bis zum 12. April 1990 Ministerpräsident der DDR, bis 1994 Abgeordneter des BRD-Bundestages und von 1999 bis 2004 Mitglied des Europaparlaments. Von 1990 bis 2007 war er Ehrenvorsitzender der PDS und ist seitdem Sprecher des Ältestenrats der Partei Die Linke

Sie hatten im Januar Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) um Auskunft gebeten, welche Daten das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) über Sie gesammelt hat. Was war seine Antwort?

Es war schon mein zweiter Versuch, Auskunft zu bekommen. Als ich im Bundestag auf Nähe zum DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) überprüft wurde, wollte ich wissen, wie es mit meiner Beobachtung durch den westdeuschen Bundesnachrichtendienst (BND) aussah. Die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) antwortete, die möge es gegeben haben, ich bekäme aber keine Auskunft.

In seinem Schreiben an mich bestätigt der Minister, daß das BfV seit 1965 eine Akte geführt h...


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