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11.05.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Schützende Hand

Der NSU-Mord in Kassel und der Verfassungsschützer »Klein Adolf«: Warum es in Hessen keinen Untersuchungsausschuß zum Neonaziterror gibt

Adrian Gabriel und Hermann Schaus
Der Vorsitzende der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, hat am 8. Mai den von ihm herausgegebenen Sammelband »Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen. Wie rechter Terror, Behördenkumpanei und Rassismus aus der Mitte zusammengehen« (240 Seiten, 12,80 Euro) vorgestellt. Mit freundlicher Genehmigung des VSA-Verlages in Hamburg veröffentlicht jW daraus leicht gekürzt einen Aufsatz zum NSU-Komplex in Hessen.

Der Hintergrund des kaltblütigen Mordes an Halit Yozgat am 6. April 2006 in einem Internetcafé in Kassel zeichnet sich durch eine Reihe von Besonderheiten und Skandalen aus. Diese aufzuarbeiten, bleibt der Landtag den Opfern, den Hinterbliebenen und der Öffentlichkeit bisher schuldig. Denn weil der Sumpf aus Staatsversagen und Geheimdienstklüngel teilweise bis tief in die 1990er Jahre zurückreicht, haben weder CDU und FDP noch SPD und Grüne ein ausreichendes Interesse an einem eigenständigen hessischen Untersuchungsausschuß zum »Nationalsoziali...

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