06.05.2013 / Politisches Buch / Seite 15

Justizfeldzug

20 Jahre nach dem ersten rechtswidrigen Urteil gegen DDR-Juristen legt der frühere oberste DDR-Richter Günter Sarge seine Erinnerungen vor

Erich Buchholz
Günter Sarge habe ich vor mehr als 50 Jahren persönlich kennen gelernt. Er wollte bei mir eine Dissertation schreiben. Was er vorlegte, zeigte: Was dieser Mann schreibt, hat Hand und Fuß.

Sein Buch »Im Dienste des Rechts. Der oberste Richter der DDR erinnert sich« findet nicht nur bei Freunden, sondern auch bei anderen Aufmerksamkeit. Auf dem Gebiet des Rechts lebt die Auseinandersetzung zwischen DDR und BRD als Fortsetzung des Kalten Krieges weiter. Diametral konträre Grundeinstellungen treffen aufeinander. Auf der einen Seite werden nach dem DDR-Gesetz rechtmäßig Verurteilte zu »Opfern der DDR-Justiz« erklärt, andererseits sind da jene westdeutschen Juristen, die an der massenhaften rechtswidrigen Strafverfolgung von DDR-Bürgern durch die BRD-Strafjustiz nach 1990 beteiligt waren. Von Rechts wegen hätten diese DDR-Bürger nicht verfolgt werden dürfen, denn sie hatten nach den Gesetzen der DDR rechtmäßig gehandelt.

Sarge sah sich zu diesem Buch auch des...



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