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03.05.2013 / Inland / Seite 5

Keine Amtshilfe bei Mietschulden

Stendal: Wohnungsgesellschaft will alleinerziehende Hartz-IV-Bezieherin zwangsräumen lassen

Susan Bonath
Claudia B. (Name geändert) aus Stendal ist verzweifelt. Denn heute wird der Gerichtsvollzieher an der Wohnungstür der 41jährigen alleinerziehenden Mutter, die von Hartz IV lebt, klingeln. Der Vermieter will B., die mit ihren vier Kindern in dem Haus lebt, zwangsräumen lassen. Claudia B. hat Mietschulden, die sich gemeinsam mit diversen Gerichtskosten ihren Angaben nach auf nunmehr gut 6000 Euro belaufen.

Das Dilemma begann 2011, als B. eine Abrechnung von der Stendaler Wohnungsgesellschaft (SWG) mit einer hohen Nachforderung für Heizkosten ins Haus flatterte. Davon erstattete ihr das Jobcenter allerdings nur einen geringen Teil, wie B. am Donnerstag im Gespräch mit jW berichtete. Im folgenden Jahr habe sie die nächste Nachforderung erhalten. Ein Darlehen habe ihr die Behörde nicht bewilligt, zudem zwei Widersprüche abgewiesen. »Dazu kam, daß die SWG wegen des hohen Verbrauchs die Miete um fast 100 Euro erhöhte«, erklärte sie. Auch das habe das Amt nicht ...

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