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29.04.2013 / Ausland / Seite 7

Späte Ermittlungen

In Argentinien untersucht die Justiz Verbrechen der spanischen Franco-Diktatur. Exministern droht Verhaftung. Konsulat in Madrid sorgt für Verzögerung

Carmela Negrete und André Scheer
Weil die Justiz ihres Landes bis heute die Verbrechen des Franco-Regimes nicht verfolgen will, setzen Angehörige der Opfer des spanischen Faschismus ihre Hoffnungen nun in die Gerichte Argentiniens. Seit drei Jahren ermittelt Richterin María Servini de Cubría in Buenos Aires gegen mehrere hochrangige Funktionäre des Regimes, so Francos letzten Arbeitsminister Fernando Suárez. Ausgelöst wurde das Verfahren durch eine Klage mehrerer Opferverbände, die unter anderem von den Gewerkschaften CCOO und CGT sowie linken Organisationen unterstützt werden.

In erster Linie geht es in Buenos Aires um »die letzten Kugeln des Franquismus«, wie die Tageszeitung Diario de León formulierte. Im Sommer 1975, wenige Monate vor dem Tod des Diktators, wurden elf Menschen wegen Protesten zum Tode verurteilt. Das Kabinett begnadigte Ende September des Jahres sechs von ihnen, genehmigte jedoch einstimmig die Hinrichtung der übrigen fünf. Einen Tag später wurden in Burgos der 33jä...

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