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29.04.2013 / Thema / Seite 10

Gezielte Zerstörung

Analyse. Zehn Jahre Krieg der USA im Irak: der Staat wurde zerschlagen, die Wirtschaft ­ruiniert, die Gesellschaft fragmentiert und die nationale Kultur liquidiert

Joachim Guilliard
Am 1. Mai 2003 hatte US-Präsident George W. Bush seinen großen Auftritt: Er landete vor laufenden Kameras bei untergehender Sonne auf dem Flugzeugträger USS »Abraham Lincoln« und erklärte die seit dem 20. März andauernden Kampfhandlungen im Irak für beendet. »Mission accomplished« (»Mission erfüllt«) stand auf einem riesigen Transparent im Hintergrund. Es war eine grandiose Fehleinschätzung. Im ersten Jahr nach dieser »historischen Tat« fielen monatlich mehr US-Soldaten im Kampf als während der sechswöchigen Inva­sion. Als die USA Ende 2011 ihre regulären Truppen aufgrund des immer breiteren Widerstands gegen ihre Präsenz abziehen mußten, hatten sie kaum eines ihrer Kriegsziele erreicht. Doch auch den Irakern stand am 1. Mai 2003 – nach Bombardement und Bodenkrieg, der ihr Land nach dem sogenannten Ersten Golfkrieg 1990/91 zum zweiten Mal verwüstete – die schlimmste Zeit erst noch bevor.

In den Medien durchbrach der zehnte Jahrestag jetzt die...

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