06.04.2013 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Amazon und wir

Warum die Linke eine eigene Antwort auf die Krise der Buchkultur finden muß

Thomas Wagner
Sklavenarbeit, totale Kontrolle und Gängelung durch eine dubiose Sicherheitsfirma. Das Weihnachtsgeschäft in Deutschland war gerade gelaufen, da schlug eine Reportage der ARD über miese Arbeitsbedingungen in den hiesigen Logistikzentren des Internetversandhändlers Amazon ungewöhnlich hohe Wellen. Mehrere kleine Verlage kündigten die Zusammenarbeit mit dem Konzern auf. Die Autorengruppe Das Syndikat, in der rund 800 Krimiautoren organisiert sind, verlangte am 15. Februar in einem offenen Brief eine Antwort auf die im Fernsehbeitrag »Ausgeliefert – Leiharbeit bei Amazon« gegen das Unternehmen erhobenen Vorwürfe. Schließlich sah sich der Geschäftsführer von Amazon Deutschland, Ralf Kleber, dazu genötigt, Schadensbegrenzung zu betreiben. Er erklärte die Zusammenarbeit mit dem Überwachungsdienst H.E.S.S., dessen Mitarbeitern eine Nähe zur rechten Szene nachgesagt wird, für beendet und forderte die Arbeiter seines Unternehmens auf, Betriebsräte zu gründen...

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