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04.04.2013 / Feuilleton / Seite 13

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Unbehagen in der Kultur: »Ein ­freudiges Ereignis« erzählt die Geschichte einer Schwangerschaft

Peer Schmitt
Wie es so anfängt das Leben. Mit einem Schrei. Lustschmerz. Empfangen, Geboren werden, Durchhalten: Inter urinas et faecas nascimur (zwischen Urin und Scheiße werden wir geboren) usw. usf. Die »Natur« und der Sex sind nichts für Empfindliche, besonders nicht für Geruchsempfindliche. Freud kam der unverwüstliche lateinischen Spruch in »Das Unbehagen in der Kultur« gerade recht, um eine seiner Grundthesen zu illustrieren: Kultur und Sexualität bilden einen Gegensatz. Man kann dabei die dominant männliche Perspektive des Saubermanns zwar nicht übersehen, aber die Zielrichtung ist, zumindest oberflächlich betrachtet, universell: »Wir sagen ungefähr dasselbe, wenn wir den Gegensatz zwischen Kultur und Sexualität davon ableiten, daß die sexuelle Liebe ein Verhältnis zwischen zwei Personen ist, bei dem ein Dritter nur überflüssig oder störend sein kann, während die Kultur auf Beziehungen unter einer größeren Menschenanzahl ruht. Auf der Höhe eines Liebesverhältn...

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