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04.04.2013 / Medien / Seite 15

»Nicht ins Gestern flüchten«

Vor 80 Jahren wurden in Nazideutschland 1300 Journalisten auf die Straße gesetzt – dafür genügt heute das neoliberale Geschäftsmodell. Ein Gespräch mit Peter Grohmann

Gitta Düperthal
Peter Grohmann ist Kabarettist, Schriftsteller und Gründer des Bürgerprojekts »Die AnStifter«

Das Bündnis »Aktion 10. Mai« will an die Bücherverbrennung 1933 erinnern – vor allem aber daran, daß damals 1 300 Journalisten ihre Arbeit verloren und liberale Zeitungen ihr Erscheinen einstellen mußten. Was ist Ihr Anliegen?

Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nazis Bücher, die sie als »undeutsch« bezeichneten. Darauf folgte die Aussonderung und Ermordung von Juden, Roma, Kranken, Homosexuellen, »Asozialen«, Anarchisten, Linken, radikalen Demokraten – all jener für den Staat unbequem und unerwünscht gewordenen Menschen, darunter Journalisten.

Begonnen hatte das mit dem Reichstagsbrand, wenige Tage vor der Reichstagwahl im März 1933. Um die damals verfolgten Autoren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, erinnert ein breit aufgestelltes Bündnis an sie – auf Anregung des Bürgerprojekts »Die AnStifter«. 80 Jahre danach gibt es jetzt 100 Veranstal...


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