03.04.2013 / Inland / Seite 8

»Der braunen Burschenschaft die rote Karte gezeigt«

Ratsbeschluß in Marburg: Stiefelknallende Studentenverbindungen sind in der Stadt nicht erwünscht. Ein Gespräch mit Jan Schalauske

Gitta Düperthal
Jan Schalauske ist Stadtverordneter der Fraktion Marburger Linke

Auf Antrag der Fraktion »Marburger Linke« hat sich die dortige Stadtverordnetenversammlung einstimmig von der Deutschen Burschenschaft (DB) distanziert. Sie hat beschlossen, daß politische und öffentliche Aktivitäten studentischer Verbindungen, die diesem Dachverband angehören, in der Stadt unerwünscht sind. Warum war es notwendig, den Antrag zu stellen?

Debatten um die DB und deren Machenschaften gibt es seit Jahrzehnten, in den vergangenen zwei Jahren haben sie zugenommen. Sie ist am äußersten rechten Rand des politischen Spektrums anzusiedeln; sie hält an rassistischen Aufnahmekriterien fest; sie akzeptiert einzig »deutschstämmige« Männer – unabhängig davon, ob sie die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Es geht der DB lediglich um die »völkische« Abstammung. Das ist am Beispiel eines Mannheimer Verbindungsstudenten mit deutschem Paß deutlich geworden. Dessen Mitgliedschaft wollt...


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