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26.03.2013 / Ausland / Seite 6

Gefährliche Aussöhnung

Israelische Regierung begründet »Normalisierung« der Beziehungen zur Türkei mit der Lage in Syrien

Knut Mellenthin
Fast am Ende von Barack Obamas Nahostreise wurde deren einziges praktisches Ergebnis gemeldet. Auf dem Ben Gurion International Airport, kurz vor seinem Weiterflug nach Jordanien, habe der US-Präsident am Freitag rasch noch ein Telefongespräch zwischen den Regierungschefs Israels und der Türkei, Benjamin Netanjahu und Recep Tayyip Erdogan, vermittelt, berichten die Medien. Netanjahu habe sich für den Überfall auf das Schiff »Mavi Marmara« der Free-Gaza-Flotte am 31. Mai 2010 entschuldigt, bei dem israelische Soldaten neun Türken getötet hatten, von denen einer zugleich auch Staatsbürger der USA war. Damit soll nun der Weg für eine »Normalisierung« des Verhältnisses zwischen beiden Staaten frei sein, beginnend bei der Wiederherstellung voller diplomatischer Beziehungen in den nächsten Wochen.

In Wirklichkeit war das Gespräch der beiden Regierungschefs kein spontaner Einfall Obamas, sondern das Ergebnis einer sorgfältig geplanten Choreographie, der monatel...

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