25.03.2013 / Inland / Seite 8

»Tanzverbot für Karfreitag ist Relikt finsterer Zeiten«

CDU und katholische Kirche schmollen – Bremer Bürgerschaft lockerte die Bestimmungen. Ein Gespräch mit Klaus

Gitta Düperthal
Klaus-Rainer Rupp ist Abgeordneter der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft

In Bremen ist es nun geschafft: Die Kirche darf Bremerinnen und Bremern am Karfreitag nicht mehr diktieren, ob sie sich vergnügen dürfen: Das Tanzverbot ist gelockert, ab 21 Uhr darf gefeiert werden. Das hat die Bremische Bürgerschaft kürzlich auf Antrag der SPD- und der Grünen-Fraktion beschlossen. War es schwierig, das durchzusetzen?

Eigentlich nicht, Gegenstimmen gab es lediglich aus der CDU: Karfreitag müsse Karfreitag bleiben, hieß es da. Die Linksfraktion war noch einen Schritt weiter gegangen und hatte die völlige Streichung verlangt- dieser Antrag wurde allerdings von den anderen abgelehnt.

Sie hatten aber offenbar die besseren Argumente?

Geht man von einem emanzipatorischen Menschenbild aus, ist ein Tanzverbot ein Relikt finsterer Zeiten. Wir haben darauf hingewiesen, daß es jede Menge Feiertage anderer Glaubensrichtungen gibt, beispielsweise muslimische: Wer...

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