16.03.2013 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Das Leben hinter den Schlagzeilen

Wenn Medien über Syrien berichten, hängt das präsentierte Bild häufig von ihrem Standpunkt ab. Mit den Problemen der Leute hat es jedoch nur selten zu tun. Eine Reportage über den Alltag in einem umkämpften Land

Karin Leukefeld, Damaskus
Als ich Anfang Januar von Beirut nach Damaskus fahre, wird die Lage in Syrien in den Medien mit folgenden Schlagzeilen beschrieben: »Assad ruft in TV-Ansprache zur Mobilmachung auf« (Spiegel online)/»Assad ruft erneut zu nationalem Dialog auf« (AFP)/»Aktivisten berichten von Gefechten im ganzen Land« (AP)/»Chemical weapons showdown with Syria« (New York Times)/»Deutschland beginnt mit der Stationierung von Patriot-Raketen in der Türkei« (Russia Today). 87 Tote soll es bei einem Anschlag auf die Universität von Aleppo gegeben haben, ein Journalist des Nachrichtensenders Russia Today wurde bei Gefechten in Damaskus verletzt. Der iranische Präsident sagt, ohne Verhandlungen gibt es keine Lösung in Syrien, und die Aufständischen lassen 42 entführte iranische Gefangene im Austausch für gefangene Aufständische frei. Kämpfe werden aus der Umgebung verschiedener syrischer Flughäfen gemeldet, Moskau schlägt erneut Gespräche für einen Übergangsprozeß vor. Kofi Anna...

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