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14.03.2013 / Feuilleton / Seite 13

Messer und Schere

Oder die Aufweichung der Welt ins Anekdotische: »Hitchcock«

Peer Schmitt
Zwei Moden der Repräsentation von Geschichte sind in der aktuellen Filmproduktion zu beobachten. Beide bedienen sich bevorzugt des Genres »Biopic«. Zum einen wird die »historische Persönlichkeit« in Momenten ihrer »Privatheit« so behandelt, als wäre diese schon immer Teil einer PR-Kampagne oder eines Filmszenarios gewesen. Zum anderen werden mehr und minder einschneidende Ereignisse der Filmgeschichte selbst als eine Reihe von Momenten der »Privatheit« nacherzählt, als hätte es niemals Härten und Brüche gegeben.

Ein Beispiel ist der jetzt anlaufende Film »Hitchcock« von Sacha Gervasi mit Anthony Hopkins in der Titelrolle. Der Film beruht, zumindest was das Faktische betrifft, auf Stephen Rebellos brav journalistischem, wiederveröffentlichtem Buch »Alfred Hitchcock and the Making of Psycho« und zeigt den Meister entsprechend bei der Konzeption, Produktion und Promotion von »Psycho«.

Ende der 1950er war Hitchcock auf der Höhe seines Ruhmes. Im Juni 1959 w...



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