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12.03.2013 / Feuilleton / Seite 13

Voilà, ein Spielfeld

Zwei Ausstellungen in Hamburg würdigen Alberto Giacometti als Künstler der Fläche

Falk Schreiber
Zumindest aus Marketingsicht hat die Privatwirtschaft die Nase vorn: An der Hamburger S-Bahn-Station Jungfernstieg wirbt ein riesiges Plakat für eine Giacometti-Ausstellung im privat betriebenen Bucerius Kunst Forum. Daß aber in der staatlichen Hamburger Kunsthalle, keinen Kilometer weiter am Hauptbahnhof, die ungleich umfangreichere Giacometti-Schau zu sehen ist, wird nur per kleinem Zusatz erwähnt. Immerhin: Beide Ausstellungen ergänzen im Selbstverständnis einander, die Museums-PR läuft wie geschmiert, Kombitickets werden angeboten, auch im Bucerius Kunst Forum selbst wird deutlich auf die Kollegen der öffentlichen Hand verwiesen. Konkurrenz belebt das Geschäft, und so würdigt die Doppelausstellung als zweifellos erstes großes Kunstevent des Jahres einen zwar absolut mainstreamtauglichen, gleichwohl noch nicht zu Tode präsentierten Künstler.

Einerseits muß man solch eine Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Institutionen kritisch sehen, a...

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