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05.03.2013 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Das Seearbeitsgesetz

Opposition und Gewerkschaft verpassen ­historische Chance

Rolf Geffken
Deutschland ist keine Schifffahrtsnation. Nur Wilhelm Zwo sah das anders. Er steckte schon die Schulkinder in Marineuniformen, um von der Geographie abzulenken und sein unsinniges Flottenprogramm zu popularisieren. Aus seinen »herrlichen Zeiten« hat sich bis in unsere Tage jene Windjammerideologie gerettet, deren Beweisstücke zu Beginn der Tourismussaison in unseren norddeutschen Küstenstädten zu besichtigen sind. Mit der Lebens- und Arbeitswirklichkeit der Menschen an Bord hat diese Folklore nichts zu tun. Und doch: Falsche Vorstellungen über die soziale Lage der Seeleute lagen immer im Interesse der Reeder und der herrschenden Politik. Sie taten alles, um solche Unwissenheit zu zementieren. Vor etwa 110 Jahren hielt August Bebel mit großer Kompetenz im Reichstag dagegen. Er geißelte anhand von Einzelbeispielen die reaktionäre, unsoziale und arbeiterfeindliche Haltung der deutschen Reeder. Und Ende der 1980er Jahre erfaßte das Thema noch einmal die (west...

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