04.03.2013 / Titel / Seite 1

EU will Aufständische trainieren

Brüssel hat sich laut Pressebericht auf Militärausbildung von Assads Gegnern in Syrien verständigt

Karin Leukefeld
Der Chef der sogenannten Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang ­Ischinger, fordert von EU und NATO die Bewaffnung der syrischen Aufständischen in Syrien. Es sei »überfällig, daß Deutschland mit seinen Partnern darüber diskutiert, die syrischen Rebellen mit Ausrüstungslieferungen bis hin zu Waffen zu unterstützen«, sagte Ischinger laut Spiegel online. Das sei die »bittere Lehre aus dem Bosnien-Krieg«, wo sich gezeigt habe, »daß die Nichtbelieferung beider Seiten den Konflikt weder eingedämmt noch verkürzt« hätte. Tatsächlich hat die politische und militärische Unterstützung der antiserbischen Kräfte den Konflikt in den 1990er Jahren verlängert und Zehntausende Tote gefordert.

Der Jurist, Völkerrechtler und ehemalige Diplomat Ischinger berief sich bei seiner Forderung sowohl auf die »Schutzverantwortung für die syrische Bevölkerung« als auch auf strategische Interessen der Bundesregierung und des Westens. Bislang habe Berlin lediglich eine Grundlage gesc...

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