Schwarzer Kanal
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04.03.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wahlniederlage für Merkel

Politische Konstellation in Italien kommt Berlins Plänen zur Neuordnung Europas in die Quere. Südeuropäer rebellieren gegen das deutsche Spardiktat

Tomasz Konicz
Der Wahlausgang in Italien läßt die Fliehkräfte innerhalb des »Europäischen Hauses« erneut zur Entfaltung gelangen. Das parlamentarische Patt zwischen der gemäßigten Linken sowie den Rechten und populistischen Kräften in Rom führte zu ersten kurzfristigen Kursstürzen auf den europäischen Aktienmärkten und zu einer Erhöhung der Zinsbelastung der meisten südeuropäischen Krisenstaaten. Mit Empörung und wütenden Angriffen reagierten insbesondere deutsche Massenmedien und Politiker auf das politische Comeback Silvio Berlusconis, sowie den Aufstieg des Populisten Beppe Grillo. Die Spannungen zwischen Rom und Berlin gipfelten in einem diplomatischen Eklat, bei dem der italienische Präsident Giorgio Napolitano ein Treffen mit dem sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück kurzfristig absagte, nachdem dieser Berlusconi und Grillo als »Clowns« bezeichnet hatte.

Die gegenwärtige antiitalienische Stimmungsmache in der deutschen Öffentlichkeit gründet nic...

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