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26.02.2013 / Feuilleton / Seite 8

»Wir waren ziemlich frech, mißachteten Tabus«

Kubas Nationalpreisträger für Literatur hat Ecken und Kanten. Doch mit seiner Kritik will er dem Land nicht schaden. Ein Gespräch mit Leonardo Padura

Volker Hermsdorf, Havanna
Leonardo Padura (57) ist der meistgelesene zeitgenössische Schriftsteller Kubas. Als Krimi-Autor schuf er die Figur des desillusionierten Ermittlers Mario Conde (»Adiós Hemingway«, »Der Schwanz der Schlange« u.a.) Auf der am Sonntag zu Ende gegangenen 22. Internationalen Buchmesse in Havanna wurde ihm der Nationalpreis für Literatur überreicht.

Als 26jähriger sind Sie mit Reportagen in der Kulturzeitschrift »El caimán barbudo« angeeckt und – quasi zur Bewährung – in die Redaktion der Zeitung »Juventud Rebelde« strafversetzt worden. Am 17. Februar wurde Ihnen der Nationalpreis für Literatur, die höchste kubanische Auszeichnung dieser Art, übergeben. Was hat sich verändert: Padura oder das Land?

Natürlich habe ich mich in den letzten 30 Jahren stark verändert, habe mehr Überblick als früher und bin erfahrener geworden, aber nicht unkritischer oder bequemer. Unser Land hat sich in dieser Zeitspanne dagegen ganz signifikant verändert. Als ich an d...

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