23.02.2013 / Ausland / Seite 2

»Wir nehmen uns das, was wir brauchen«

Griechische Arbeiter bringen ihre stillgelegte Fabrik wieder in Gang. Ein Gespräch mit Theodoros Karyotis

Wladek Flakin
Theodoros Karyotis ist Sprachlehrer und Aktivist der Solidaritätsinitiative für den Kampf der Vio.Me-Arbeiter in der griechischen Hafenstadt ­Thessaloniki

Vor anderthalb Wochen haben die 40 Arbeiter der stillgelegten Baustof­firma Vio.Me in Thessaloniki die Produktion wieder aufgenommen – in eigener Regie. Wie ist es dazu gekommen?

Vio.Me wurde im Mai 2011 von den Besitzern aufgegeben, obwohl es ein profitables Unternehmen war. Daraufhin hat die unabhängige Gewerkschaft der Arbeiter, die alle Entscheidungen demokratisch trifft, die Fabrik besetzt, um den Abtransport der Maschinen und des Rohmaterials zu verhindern.

Danach verlangten die Arbeiter die Zahlung der ausstehenden Löhne – nach mehreren ergebnislosen Gesprächen mit Behörden beschlossen sie, grundsätzlich anders vorzugehen: Sie wollten die Fabrik in ihre eigene Hände nehmen. Die Vorbereitung dazu dauerten etwa ein Jahr.

Welche waren das?

Es wurde schnell klar, daß der Staat eher block...

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