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22.02.2013 / Inland / Seite 8

»Davon kann man überleben, aber nicht gut leben«

Das Callcenter S-Direkt in Halle zahlt miese Löhne, schikaniert Beschäftigte und will zwei Niederlassungen schließen. Ein Gespräch mit Stefan Wittmann

Gitta Düperthal
Stefan Wittmann ist Gewerkschaftssekretär der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Bezirk, Leipzig/Nord­sachsen

Das Callcenter S-Direkt in Halle zahlt seinen 750 Mitarbeitern miserable Löhne, Urlaub wird mitunter verweigert. Was ist in diesem Tochterunternehmen der Sparkassen los?

Bis zum 11. November 2012 hatten 250 Kollegen der Callcenter in Halle (Sachsen-Anhalt) und in Laatzen bei Hannover mehr als 120 Tage lang gegen Hungerlöhne und miese Arbeitsbedingungen gestreikt. Sie bekamen nur zwischen 6,90 und 7,30 Euro brutto die Stunde, so daß viele von ihnen ihren Lohn mit Sozialleistungen aufstocken mußten. Nach dem Streik gab es dann einen neuen Haustarif, wonach mindestens 8,50 Euro gezahlt werden, einige bekommen knapp über neun Euro. Hinzu kommen betriebliche Altersvorsorge und Weihnachtsgeld.

Aber danach gab es dicke Probleme: Kollegen erhielten plötzlich ihre Zulagen nicht mehr, selbst arbeitsvertraglich garantierte Sonderzulagen wurden nic...


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