28.01.2013 / Inland / Seite 5

Protektion für »Klientel«

Magdeburg: Sachsen-Anhalts Polizei verhindert erneut Proteste gegen Aufmarsch von Neonazis. Pressefotograf an der Arbeit gehindert

Susan Bonath, Magdeburg
Erneut demonstrierten Magdeburger am Samstag gegen einen Aufmarsch von Neonazis. Wie schon vor zwei Wochen tat die Polizei alles dafür, daß dieser störungsfrei ablaufen konnte. Sie geleitete die diesmal nur rund 80 angereisten Anhänger freier Kameradschaften per Zug in den Stadtteil Luckau. Ursprünglich wollten die Rechten ihren Aufmarsch unter dem Motto »Zukunft statt EU-Wahn« am Hauptbahnhof starten. In Buckau verhinderten die Einsatzkräfte jegliche Gegenaktionen.

Nach Angaben des Bündnisses Magdeburg Nazifrei versuchten dennoch etwa 150 Antifaschisten, die Rechten zu stören, nachdem deren Route »durchgesickert« war. Nach Buckau zu gelangen, war für sie aber nicht ganz einfach. Die Polizei habe Menschen allein wegen vermeintlich für die linke Szene typische Kleidung aus Straßenbahnen gezerrt oder nicht weitergehen lassen, erklärte das Bündnis am Sonnabend. In der Nähe der Rechten hagelte es Platzverweise für Neonazigegner, die sich dort bunt und friedl...

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